Tsai Ming-liang ist ein in Malaysia geborener taiwanesischer Regisseur, geboren in Kuching, Sarawak, gefeiert für langsame, minimalistische Filme, die urbane Entfremdung und Einsamkeit untersuchen. 'Rebels of the Neon God' und 'Vive L'Amour' begründeten seinen geduldigen Plansequenz-Stil und wiederkehrenden Fokus auf entfremdete Figuren, die durch Taipehs anonyme urbane Räume treiben, häufig mit seinem langjährigen Mitarbeiter Lee Kang-sheng in der Hauptrolle. 'What Time Is It There?' und 'The Wayward Cloud' erweiterten seine Faszination für Isolation, Begehren und Kommunikationszusammenbruch, oft wiedergegeben durch nahezu wortlose lange Einstellungen und unerwartete musikalische Zwischenspiele. 'Goodbye, Dragon Inn', angesiedelt während der letzten Vorführung in einem schließenden Kino, wurde zu einer seiner gefeiertsten Meditationen über die verblassende gemeinschaftliche Erfahrung des Kinos selbst. Tsais extreme formale Geduld und minimalistischer Plansequenz-Stil haben ihn zu einem der einflussreichsten Slow-Cinema-Stilisten des zeitgenössischen asiatischen Autorenkinos gemacht.