Hirokazu Kore-eda ist ein japanischer Regisseur, geboren in Tokio, gefeiert für zarte, zutiefst humane Familiendramen, die ihn zu einem der international bedeutendsten zeitgenössischen japanischen Filmemacher gemacht haben. 'Nobody Knows', basierend auf einem realen Fall verlassener Kinder, die heimlich allein in einer Tokioter Wohnung überleben, begründete seinen geduldigen, beobachtenden Stil, zentriert auf Kinder und zerbrochene Familien. 'Like Father, Like Son' und 'Our Little Sister' setzten seine sanfte Untersuchung gewählter und biologischer Familienbande fort, während 'Shoplifters', über eine improvisierte Familie kleiner Kriminellen, gebunden durch Zuneigung statt Blut, die Palme d'Or gewann und zu seinem international gefeiertsten Film wurde. 'Broker' und 'Monster', letzterer gewann die Queer Palm und einen posthumen Preis für den Soundtrack des Komponisten Ryuichi Sakamoto, erweiterten seinen humanistischen Fokus auf koreanische beziehungsweise zeitgenössische japanische Schauplätze. Kore-edas beständige Wärme und Weigerung, in Melodram zu verfallen, bei der Darstellung von Familienbanden haben ihn zum natürlichen Erben der Tradition stiller häuslicher Menschlichkeit von Yasujirō Ozu gemacht.