Shinya Tsukamoto ist ein japanischer Regisseur, geboren in Shibuya, Tokio, gefeiert für viszeralen Low-Budget-Cyberpunk-Horror, der half, eine ausgesprochen japanische Strömung des Körperhorror-Kinos zu definieren. 'Tetsuo: The Iron Man', in kargem Schwarzweiß mit minimalem Budget gedreht, nutzte unerbittliche Stop-Motion und industrielle Bildsprache, um die groteske Verwandlung eines Mannes in Schrott und Maschinerie darzustellen, und wurde zu einem Kultphänomen, das seinen internationalen Ruf lancierte. 'Tokyo Fist' und 'Bullet Ballet' erweiterten seine Faszination für urbane Entfremdung und den bis zu gewalttätigen Extremen getriebenen Körper, während 'A Snake of June' ein sinnlicheres, blaugetöntes Register innerhalb seines ansonsten aggressiven visuellen Stils zeigte. Tsukamoto hat auch als sein eigener Kameramann, Cutter und häufig Schauspieler in seinen Filmen gearbeitet, und seine unerbittliche, industriell-intensive visuelle Kraft hat ihn zu einem der einzigartigsten Kult-Auteure des japanischen Genrekinos gemacht.