Mikako Ichikawa, 1978 in Tokio geboren, hat sich eine dauerhafte Nische im leisen Register des japanischen Kinos erobert. Sie war die präzise Präsenz in Naoko Ogigamis Slow-Food-Komödie Kamome Diner (2006) und später Rinco's Restaurant (2010), das ihr im Ausland Kultstatus verschaffte. Yoji Yamada besetzte sie in Kabei: Our Mother (2008), einem Familienstück aus Kriegszeiten, das in Venedig lief. Sie wechselt mühelos zwischen Independent-Filmen, NHK-Morgen-Dramen und Bühne. Ihre ruhige, leicht abwesende Kameraausstrahlung gehört zu den unverkennbarsten ihrer Generation.