Machiko Kyo, 1924 in Osaka geboren, war einer der überragenden weiblichen Stars der Goldenen Ära des japanischen Kinos. Am Osaka Shochiku Kagekidan ausgebildet, wurde sie international bekannt als geheimnisvolle Ehefrau in Akira Kurosawas Rashomon (1950), der den Goldenen Löwen gewann und dem Westen die japanische Filmkultur öffnete. Es folgten Kenji Mizoguchis Ugetsu (1953) und Street of Shame (1956) sowie Teinosuke Kinugasas Gate of Hell (1953), der erste japanische Farbfilm mit der Goldenen Palme in Cannes. Auch Hollywood eroberte sie mit The Teahouse of the August Moon (1956). Sinnlich, geheimnisvoll und technisch mutig, half Kyo dabei, das internationale Bild des japanischen Nachkriegskinos zu prägen.