Carlos Saura war ein spanischer Regisseur, geboren in Huesca, Aragonien, einer der bedeutendsten Filmemacher, die unter und schließlich über Francos Zensur hinaus arbeiteten, und eine prägende Figur der Flamenco- und Tanztrilogie des spanischen Kinos. 'Cría Cuervos', ein allegorisches Drama, gesehen durch die Augen eines jungen Mädchens während der letzten Jahre der Diktatur, nutzte Andeutung und Symbolik, um politische Kritik an der Zensur vorbeizuschmuggeln, und begründete seinen Ruf für politisch codiertes Familiendrama. 'Carmen' und 'Ay, Carmela!' zeigten seine parallele Meisterschaft im flamencogetränkten Musikdrama, das Tanz, Musik und Erzählung zu einer unverwechselbaren filmischen Form verband. 'Ana und die Wölfe' nutzte Allegorie, um patriarchale und militärische Autorität unter Franco zu kritisieren. Sauras Fähigkeit, politischen Subtext mit Spaniens musikalischen und Tanztraditionen zu verbinden, machte ihn zu einem der prägenden Chronisten spanischer kultureller Identität über den Übergang zur Demokratie hinweg.