Ingmar Bergman war ein schwedischer Regisseur, geboren in Uppsala, weithin als der bedeutendste Chronist existenzieller Zweifel, des Glaubens und des Innenlebens im Kino angesehen. 'Das siebente Siegel' und 'Wilde Erdbeeren' begründeten seinen Ruf für karge, symbolisch aufgeladene Bilder, während 'Persona', 'Schreie und Flüstern' und 'Herbstsonate' das psychologische Drama in intensives, oft unerträglich intimes Terrain trieben. In wiederholter Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Liv Ullmann und Max von Sydow sowie dem Kameramann Sven Nykvist entwickelte er eine karge Bildsprache, aufgebaut auf der Nahaufnahme und dem kammerspielartigen Schauplatz. 'Fanny und Alexander', sein spätes, ausladenderes Familienepos, krönte eine Karriere, die ganze Generationen des Autorenkinos prägte und bis heute Bezugspunkt für Regisseure bleibt, die Glauben, Sterblichkeit und seelische Qual auf der Leinwand erforschen.