Lino Brocka war ein philippinischer Regisseur, geboren in Pilar, Sorsogon, weithin als eine der bedeutendsten Figuren der Geschichte des philippinischen Kinos angesehen. 'Manila in the Claws of Light', über die verzweifelte Suche eines jungen Mannes aus der Provinz nach seiner vermissten Freundin durch Manilas ausbeuterische Unterwelt, wurde zu einem Meilenstein des philippinischen sozial-realistischen Kinos und begründete Brockas schonungslose Untersuchung städtischer Armut und Korruption unter der Marcos-Diktatur. 'Insiang', eine niederschmetternde Geschichte der Rache einer in Slums lebenden jungen Frau nach sexuellem Übergriff, erweiterte seinen Fokus auf Armut und Ausbeutung mit für seine Zeit ungewöhnlicher psychologischer Intensität. Brocka war auch ein prominenter politischer Aktivist, offen kritisch gegenüber dem Marcos-Regime, wiederholt in Konflikt mit staatlicher Zensur geratend. Sein schonungsloser Sozialrealismus und offener politischer Widerstand machten ihn zum historisch bedeutendsten Filmemacher der Geschichte des philippinischen Kinos.