Ken Burns ist ein amerikanischer Regisseur, geboren in Brooklyn, New York, der einflussreichste Dokumentarfilmer in der Geschichte des amerikanischen öffentlichen Fernsehens, gefeiert für ausladende historische Dokumentarserien, aufgebaut auf seiner unverwechselbaren Technik, langsam über Archivfotografien zu schwenken und zu zoomen. 'The Civil War', eine elfstündige Serie, die diese Technik mit eindringlicher Erzählstimme und Musik der Epoche verband, wurde zu einer der meistgesehenen Sendungen der PBS-Geschichte und etablierte Burns als Amerikas führenden populären Historiker im Film. 'Baseball', 'Jazz' und 'The Vietnam War' erweiterten sein Format auf andere prägende Stränge amerikanischer Kultur- und Politikgeschichte, jeweils gekennzeichnet durch umfangreiche Archivrecherche und einen bewusst gemessenen, elegischen Ton. Der sogenannte Ken-Burns-Effekt, der sich auf seine unverwechselbare Fotoschwenk-Technik bezieht, wurde so weithin anerkannt, dass er später direkt in Verbraucher-Videobearbeitungssoftware eingebaut wurde. Burns' anhaltende, historisch umfassende dokumentarische Chronik des amerikanischen Lebens hat ihn zu einem der einflussreichsten Nichtfiktionsfilmemacher der Fernsehgeschichte gemacht.