Deepa Mehta ist eine indisch-kanadische Regisseurin, geboren in Amritsar, Punjab, gefeiert für ihre Elemente-Trilogie, die Geschlecht, Sexualität und soziales Tabu innerhalb der indischen Gesellschaft untersucht. 'Feuer – Wenn Liebe Sünde ist', das eine verbotene lesbische Beziehung zwischen zwei Schwägerinnen in einer traditionellen Großfamilie darstellt, wurde zu einem der umstrittensten je veröffentlichten indischen Filme und provozierte gewalttätige Proteste und Kinoangriffe wegen seiner Darstellung gleichgeschlechtlichen Begehrens. 'Erde – 1947', angesiedelt während der brutalen Teilung Indiens 1947, und 'Wasser – Der Preis der Erlösung', über die Misshandlung hinduistischer Witwen, gezwungen in asketische Armut, vollendeten die Trilogie mit ähnlich schonungsloser Sozialkritik, letzterer brachte trotz eines Drehverbots in Indien und letztendlichem Dreh in Sri Lanka auch eine Oscar-Nominierung ein. 'Midnight's Children', nach Salman Rushdies Roman, zeigte ihr Register in großformatiger historischer Fiktion. Mehtas furchtlose Konfrontation indischen sozialen Tabus hat sie zu einer der bedeutendsten und umstrittensten südasiatischen Regisseurinnen gemacht, die international arbeiten.