Chen Kaige ist ein chinesischer Regisseur, geboren in Peking, eine führende Figur der fünften Generation chinesischer Filmemacher, die nach der Kulturrevolution hervortrat. 'Gelbe Erde', ein früher Meilenstein über ländliche Armut im China der 1930er Jahre, begründete die visuell markante, politisch sondende Ästhetik der Bewegung. 'Lebewohl, meine Konkubine', das die Beziehung zweier Peking-Oper-Darsteller über Jahrzehnte turbulenter chinesischer Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts einschließlich der Kulturrevolution nachzeichnet, gewann die Palme d'Or und wurde zum international gefeiertsten chinesischen Film seiner Zeit. 'The Promise' und 'Legend of the Demon Cat' zeigten seinen späteren Wechsel zu großformatigem Fantasy-Epos, während 'The Battle at Lake Changjin', ein staatlich gefördertes Kriegsepos, zu einem der einträglichsten je veröffentlichten chinesischen Filme wurde. Chens Bogen von politisch sonderndem Autorenkino zu großem staatlich unterstütztem Spektakel spiegelt die breitere Entwicklung der Beziehung des chinesischen Kinos zu globalem und heimischem Publikum wider.