Bennett Miller ist ein amerikanischer Regisseur, geboren in New York City, gefeiert für zurückhaltende, akribisch recherchierte Dramen, die Ehrgeiz, Besessenheit und amerikanische Männlichkeit untersuchen. 'Capote', ein düsterer Bericht über Truman Capotes umstrittene Recherche zu den Morden, die 'Kaltblütig' inspirierten, brachte Philip Seymour Hoffman einen Oscar ein und begründete Millers geduldigen, unaufgeregten Regiestil. 'Die Kunst zu gewinnen – Moneyball', über den unkonventionellen statistischen Ansatz der Oakland Athletics beim Teamaufbau, brachte ungewöhnlichen intellektuellen Ernst in das Sportfilm-Genre, während 'Foxcatcher', ein erschreckender Bericht über die echte Beziehung zwischen Ringer-Brüdern und einem wohlhabenden, instabilen Wohltäter, die in Mord endete, Miller den Regiepreis in Cannes einbrachte. Miller hat über eine bewusst unaufgeregte Karriere hinweg relativ wenige Spielfilme inszeniert, und seine zurückhaltende, verstörende Untersuchung amerikanischen Ehrgeizes und männlicher Dysfunktion hat ihn zu einem der angesehensten ernsten Dramatiker des zeitgenössischen amerikanischen Kinos gemacht.